Big Data – Meine Daten im Netz

 

Am 25.11.2015 referierte Oliver Oursin, Leiter für Datenanalysen bei der Firma IBM, vor rund 100 Eltern, Schülern und Lehrkräften in der Aula des  Johann-Michael-Fischer-Gymnasiums zum Thema  

 

"Big Data - Meine Daten im Netz". 

 

Big Data

"Wer von den Anwesenden hat kein Handy?" - Gleich zu Beginn des Vortrags zeigt der Referent auf, welche Rückschlüsse über eine Person unter Verwendung von Bewegungsprofilen und durch geschicktes Kombinieren verschiedener Daten-Quellen möglich sind. Problematisch ist aber nicht das Sammeln der Daten an sich, viele sehr positive Projekte von Verbrechensbekämpfung über Personenschutz bis hin zum Kampf gegen Krebs, an denen die Firma IBM beteiligt ist, wären ohne eine solch große Datengrundlage und ohne entsprechende Algorithmen zum Auswerten dieser Daten nicht denkbar. "Aber…,  es besteht natürlich die Gefahr, dass diese Daten missbraucht werden können", warnt der Referent.Neben Bewegungsprofilen undsonstigen technischen Daten geben wir in sozialen Netzwerken oder über Messenger wie What's App oft zu viel von uns preis.
Eine einmalig geäußerte Ansicht kann dabei nicht rückgängig gemacht werden. "Möglicherweise fällt eine unbedachte Äußerung erst nach Jahren auf mich zurück", meint Oliver Oursin und erläutert, wie vor allem die Personalabteilungen bei der Beurteilung von Bewerbungen vorgehen. Problematisch sind dabei besonders sensible Daten wie Kontonummer oder Krankheitsdaten. Auch eine Information darüber, dass man in den Urlaub fährt, gehöre nicht in einen Facebook-Post.
Denn, so der Referent, "man muss davon ausgehen, dass Inhalte im Netz auch systematisch von Straftätern genutzt werden." Auch deshalb sei es wichtig, seine Daten möglichst gut zu schützen. Angefangen von der Wahl guter Passwörter bis hin zum Virenschutz sollte man vor allem auch bei der Installation von Apps auf dem Smartphone vorsichtig sein. Dubiose Internetseiten und kostenlose Apps, die nicht nachvollziehbare Berechtigungen fordern, müsse man unbedingt vermeiden.

Der beste Schutz vor Datenmissbrauch sei aber, bestimmte Daten erst gar nicht zu erzeugen. Er selbst achte sehr genau darauf, nicht zu viele negative Äußerungen im Netz zu hinterlassen. "Auf einen negativen Tweet, den ich in Twitter poste, folgen im Durchschnitt 9 positive Äußerungen",
erklärt  Oliver Oursin. So geling es, das eigene Profil im Netz zu schärfen und sich selbst als positive "Marke" zu präsentieren. Das sei eine Herausforderung für unsere Jugendlichen, die die Firma IBM mit dem Programm "Manage your identity" unterstützen möchte.
In der anschließenden, fast einstündigen und sehr lebhaften Diskussion, ging der Referent auf spezielle Fragen des Publikums ein und gab viele weitere Praxistipps für die verantwortungsvolle und medienkompetente Nutzung der modernen Medien.

Andreas Wagner, 26.11.2015

 


JMF-Termine

Mo Di Mi Do Fr Sa So
3
8
9
10
22
23
24
26
29
30