Französisch

Schüleraustausch mal anders

Das Corona-Virus hält unsere SchülerInnen nicht davon ab, zumindest virtuell neue Bekanntschaften mit Gleichaltrigen unserer französischen Partnerschule in Pau zu schließen

17 SchülerInnen und Schüler der 9. und 10. Jahrgangsstufe haben sich seit Mitte März 2021 auf das Experiment eingelassen, an einem virtuellen Schüleraustausch mit dem Lycée Louis Barthou in Pau teilzunehmen.
Um die Vorzüge eines „richtigen“ Schüleraustausches mit einem direkten Erleben vor Ort zumindest in Ansätzen nachzuvollziehen, fand ein erstes Kennenlernen der zugeteilten Tandems über selbsterstellte Audios in deutscher und französischer Sprache statt. Die weitere Kommunikation lief in einem von den TeilnehmerInnen relativ frei gewählten Rahmen in Form von Kurznachrichten, Telefonaten oder Videokonferenzen ab.
Auf diesem Weg stellten sich die SchülerInnen nicht nur Fragen zum Leben unter Pandemiebedingungen im jeweiligen Partnerland im Allgemeinen, sondern sprachen auch über ihre persönlichen Erlebnisse und Empfindungen. Die Ergebnisse dieser intensiven und mitunter auch von technischen Problemen torpedierten Arbeit finden sich in Originalfassung auf Deutsch bzw. Französisch im Anschluss.

Vivre avec le Coronavirus


  1. Comment est-ce qu’on peut décrire la situation de Corona dans ta région ? Quelles règles est-ce que vous deviez suivre ?
    Ma région est celle qui est la moins touchée de France ; donc ici la situation n’est pas si mauvaise malgré un nombre de cas plutôt important. Nous devions porter des masques en ville et pendant les cours et achats mais sinon pas grande chose.
  2. Comment est-ce que tu te sens avec la situation de covid et les confinements ?
    Je me sens plutôt bien, je n'ai jamais eu le covid et le confinement fut un moment plutôt agréable pour moi car ma famille était réunie et que nous avons un grand jardin et que j'ai une Ps4...
  3. Peux-tu aller à l’école ?
    Pour l'instant non, car nous sommes en confinement mais dans 2 semaines je reprendrai les cours 1 semaine sur 2.
  4. Tu préfères l´école normale ou l´école en ligne ?
    Je préfère l'école normale car je suis plus concentré et j'ai de meilleures notes et en plus je peux y voir mes amis.
  5. Qu´est-ce que tu ne peux plus faire ?
    Je ne peux plus aller skier, faire de l'escalade car nous sommes limités à 10 km autour de chez nous comme déplacements, je ne peux plus faire du surf et aller à la mer du coup.
  6. Les personnes, suivent-ils les règles ?
    Cela dépend, mais en général oui malgré l'agacement des Français sur le sujet mais après 1 an et demi nous commençons à connaitre les règles et on s'y est habitué.
  7. Penses-tu, que la France sait s`y prendre avec le Coronavirus ?
    Je pense que le gouvernement s'est beaucoup contredit dans ses propos, énervant encore plus les Français, mais nous avons pu avoir quand même une vie plus ou moins agréable en général par rapport à certains pays autre part dans le monde, nous n’avons rien à plaindre.

Tabea et Guillaume



A: Bonjour! Ça va ?
B: Guten Tag! Mir geht es sehr gut. Kann ich dir einige Fragen über Corona in Deutschland stellen?
A: Oui, bien sûr. La situation ici n'est pas très bonne. À mon avis, ce n'est pas plus grave que dans d’autres pays et il y a aussi beaucoup de cas dans ma ville. Et nous ne sommes pas allés à l'école depuis 4 ou 5 mois. Est comment est la situation avec le virus en France?
B: Im Moment ist es kompliziert, der Präsident hat gesagt, dass Schulen für einen Monat geschlossen sind.
A: Oh, ce n’est pas bon.
B: Ja und es gibt noch sehr viele Fälle. Gibt es viele Covid-Kranke in Burglengenfeld?
A: En ce moment, il y a moins de malades ici qu'il y a quelques mois. Et par rapport aux autres villes, nous n’avons pas beaucoup de cas..
B: Trägt jeder bei euch eine Maske?
A: Personnellement, je ne connais personne qui ne porte pas de masque. Mais en Allemagne, il existe un groupe appelé "Querdenker" qui ne croient pas au virus et font des manifestations. Ces personnes ne portent souvent pas de masque.
B: Und wie sieht es bei euch mit der Arbeit aus? Konnte man mit Corona gut weiterarbeiten und wenn ja wie sah das dann aus?
A: De nombreuses personnes peuvent continuer à travailler normalement, mais uniquement à distance et avec un masque. La plupart des gens, cependant, travaillent à domicile sur l'ordinateur de la même manière que les élèves travaillent sur l'ordinateur pour l'école. Et quand est-ce que tu vas retourner à l'ecole?
B: Wir gehen ab morgen zurück in die Klasse, aber in Hälfte-Gruppen, eine Hälfte der Klasse macht eine Woche Unterricht zu Hause und die andere Hälfte geht in die Schule und wir tauschen jede Woche.
A: Oui, nous faisons ça aussi. Est-ce que la situation est mauvaise en France ?
B: In Frankreich die Situation ist immer noch kompliziert, aber es beginnen Lockerungen im Land und die Zahl der Impfungen ist im Vergleich zu anderen Ländern nicht sehr hoch.
A: Merci beaucoup.

Sarah et Maxime


L’interview avec Eulalie

Sujet: Le Coronavirus en France

En ce moment les Français sont en lockdown. Mais bientôt ils peuvent avoir une vie « normale ». Ils peuvent faire des activités à l’extérieur. Mais ils doivent porter des masques. En plus, il y a un couvert de sortie à partir de sept heures. Les écoles sont fermées. C’est la raison pour laquelle les élèves ont « l’école à la maison ». Ils participent aux cours sous forme des rencontres online. Eulalie est d’avis que c’était très inhabituel, mais on s’est habitué à cette situation. Mais bien sûr, voir les professeurs et les camarades en réalité n’est pas la même chose que les voir à travers l’ordinateur. C’est la vie normale qui manque à Eulalie. Mais la France veut ouvrir les écoles primaires bientôt, alors les autres écoles ouvriront bientôt aussi, peut-être. Mais on verra, ce qui se passera dans l’avenir. Mais comme résumé je peux dire que chacun et chacune espère un peu plus de normalité.

Sara



1. Konntest du während Corona weiter Sport treiben?

Als wir nicht zu Hause bleiben mussten ging es mit dem Zirkus weiter. weil es eine sportliche aber auch künstlerische Aktivität ist. Für den Schulsport waren wir in Hälften geteilt und haben draußen Sport gemacht.

2. Welche Maßnahmen wurden in der Stadt ergriffen?

In meiner Stadt und wie in ganz Frankreich hatten wir eine Ausganssperre um 20 Uhr. 18 Uhr und jetzt um 19 Uhr. Wir hatten mehrere Ausganssperren und waren eine lange Zeit in halben Gruppen in der Schule. In der ganzen Stadt müssen wir Masken tragen und im Moment ist alles geschlossen.

3. Hast du gute Erfahrungen mit den Corona-Beschränkungen gemacht?

Ich mochte die Abriegelung im März, denn es war schönes Wetter und ich hatte meine Hasen und habe viele Aktivitäten gemacht. Außerdem hatten wir nicht viel Unterricht, aber jetzt wenn wir eine Woche zu Hause sind, habe ich es wirklich satt, da ich wieder meine Freunde sehen will.

4. Warst du seit Februar im Ausland im Urlaub?

Ja, ich war diesen Sommer in Italien und in den Halloween-Ferien in Spanien. Jetzt machen wir erst wieder im Sommer etwas. Diesen Winter sind wir nicht zum Skifahren gefahren. das ist das Erste mal seit ich Skifahren gelernt habe. Wir waren Stattdessen Schneeschuhwandern und Langlaufen, aber es war nicht so gut.

Die Antworten von Ségolène auf die Fragen von Hanna


Une interview de groupe

Les questions : Hannah et Jakob

  1. Comment est-ce que vous vous sentez pendant cette crise sanitaire ? Bien ou mal ?
  2. Qu‘est-ce que vous faites toujours après l‘école ?
  3. Est-ce que vous parlez beaucoup allemand dans votre temps libre ?
  4. Est-ce que vous avez un certain souhait pendant cette crise ?

Les réponses :

  • Abel

  1. Ich fühle mich während dieser Krise ziemlich gut, da ich ziemlich introvertiert bin, stören mich die Einschränkungen nicht sehr.
  2. Moi je rentre directement chez moi car on ne peut pas faire beaucoup de choses.
  3. Hier sprechen wir nicht viel Deutsch, aber ich übe es einmal in der Woche.
  4. Ich wünschte, diese Krise würde enden und die Menschen würden viel daraus lernen.

  • Arnaud

  1. Ich werde nicht sagen, dass ich mich wegen der Gesundheitskrise wirklich schlecht fühle, aber die Situation verursacht eine Menge Probleme und macht einige Dinge komplizierter (wie zum Beispiel den Unterricht), für mich, auch wenn es Schlimmeres geben könnte, finde ich die Situation ärgerlich.
  2. Wegen der Ausgangssperre können wir nach der Schule nicht viel unternehmen, wenn ich kann, gehe ich ein bisschen in der Stadt aus, aber oft gehe ich direkt nach Hause.
  3. Ich wünschte, ich könnte ja sagen, aber nein, im Moment spreche ich weniger Deutsch als sonst, ich glaube, mir fehlt die Motivation.
  4. Ich hoffe nur, dass die Dinge so schnell wie möglich wieder normal werden, oder dass es zumindest weniger kompliziert ist, Zeit mit Menschen zu verbringen.

  • Aurélien

  1. Die Gesundheitskrise hatte mich ein bisschen gestört, weil ich nicht mit meinem Freund in die Stadt gehen konnte.
  2. Im Allgemeinen ich fahre nach Hause, aber manchmal ich esse ein Eis mit meinem Freund.
  3. Wir sprechen Deutsch nur im Deutschunterricht und nicht die ganze Zeit.
  4. Ich wünsche mir, dass der Basketballraum geöffnet wird, damit ich mit meinem Freund spielen kann.

K. Weitzer [Schuljahr 2020/21]

Digital, genial, phänomenal!

Erster digitaler Französisch-Vorlesewettbewerb

Besondere Zeiten erfordern besondere Begegnungen. Da auch in diesem außergewöhnlichen Schuljahr unseren Französischlernenden der 6. Klassen die Gelegenheit geboten werden sollte, ihre erworbenen Lesekompetenzen in der neuen Fremdsprache zu präsentieren, fand der traditionelle Vorlesewettbewerb erstmals in digitaler Form statt. Nach wochenlanger engagierter Vorbereitungszeit und einem internen Vorentscheid innerhalb der drei Französischklassen bei Frau Gnahn, Frau Luff und Frau Zitzler, qualifizierten sich je zwei Schüler*innen für den Wettbewerb, der am 30. April 2021 als besonderes Ereignis auf der Online-Plattform MS teams abgehalten wurde. Alle 68 Schüler*innen lauschten begeistert ihren Mitschüler*innen, die zunächst einen bekannten Text souverän vorlasen. Die Jury, die aus Frau Grobbel, Frau Würdinger-Lautenschlager und Frau Paul bestand, bewertete jeden Vortrag nach den Kriterien Aussprache, Intonation und Textverständnis. Nach einer kurzen Vorbereitungszeit folgte die zweite Runde, bei der die Teilnehmenden einen ihnen unbekannten Text ebenso gekonnt darboten. Während die Jury die Beiträge auswertete, gab ein unterhaltsamer Videoclip schon Hinweise auf die für alle Schüler*innen geplante Überraschung, die sie im Wechselunterricht ab Mitte Mai erwartete.
Dann war es soweit: gespannt und neugierig folgten alle Anwesenden der Bekanntgabe der Platzierung, die Herr Schaller nun verkündete: einen hervorragenden ersten Platz belegte Josh Gnokam-Barát (6d) gefolgt von Nora Nitsche (6a), Amina-Maria Schaile (6c), Josefine Bauer (6e) und mit gleicher Punktzahl Katharina Hof (6b) und Emma Leupold (6b). Félicitations!

Herr Schaller gratulierte allen Teilnehmenden und hob das Engagement aller Schüler*innen lobend hervor, da sie trotz der langen Phase des Distanzunterrichts Einsatzwillen und Leidenschaft beim Erlernen und Anwenden der französischen Sprache bewiesen hatten. Am Ende waren sich alle einig: der digital durchgeführte Vorlesewettbewerb stellte eine wirklich willkommene und extrem erfreuliche Abwechslung dar.
Neben der großen Wiedersehensfreude durften auch die bereits erwähnten Überraschungen für alle Französischschüler*innen der 6. Klassen mit Aufnahme des Wechselunterrichts ab Mitte Mai zur Hebung der Stimmung beigetragen haben. Ebenso freuten sich alle Teilnehmenden über Urkunden und wertvolle Sachpreise. Ein großes Dankeschön geht hiermit an den Elternbeirat, der die Veranstaltung finanziell unterstützt hat.

E. Zitzler [Schuljahr 2020/21]

Eine Flugreise in Richtung frankophoner Horizonterweiterung

Eine Reise in die Berge oder an den Strand mitten im Oktober, weit weg von jeglichem Schulstress.
Klingt zu schön, um wahr zu sein? - Nicht für das JMF-Gymnasium im Schuljahr 2020/21!

Mit ein wenig Fantasie konnte nämlich die Schulfamilie des JMF in das virtuelle Flugzeug der „JMF-Air“ des P-Seminars Französisch steigen und dabei im Rahmen der frankophonen Woche mittels einer imaginären Weltreise durch französischsprachige Länder ihren Horizont erweitern.
Der seit Monaten geplante Flug startete am 13. Oktober 2020 auf der Onlineplattform Mebis und führte zunächst nach Paris. Die „Bordcrew“ des P-Seminars stimmte hierbei während des „Flugs“ auf der Webseite mit ansprechenden Bildern von Bergen und Stränden sowie einigen schriftlich verfassten Borddurchsagen auf die anstehenden Ereignisse und Abenteuer ein.
In Paris „angekommen“, sollte jedoch die Hoffnung auf einen Entspannungsurlaub für die Passagiere sehr bald dahin sein: Die Reiseteilnehmer*innen wurden indirekte Zeugen eines Mona-Lisa-Raubs im Louvre! Sogleich erhielten sie im Anschluss die Möglichkeit, die Verfolgungsjagd des Verbrechers durch die zwei französischen Agenten Eugen und Eugenia in Echtzeit mittels Geschichten auf Mebis und auf Plakaten im Schulhaus mit zu verfolgen. Nebenher konnten die Krimifans, egal ob Lehrer oder Schüler, bei den Ermittlungen selbst tätig werden und die Kommissare unterstützen, indem sie Fragen zu den Geschichten beantworteten. Dadurch nahmen sie gleichzeitig auch an dem vom P-Seminar veranstalteten Quiz-Wettbewerb teil. Für die erbrachten Mühen wurde jede(r) Teilnehmer*in des Wettbewerbs mit einem Souvenir der Reise als kleines Dankeschön belohnt. Die besten unter ihnen durften sich wiederum über außergewöhnliche Sonderpreise wie Kopfhörer, Handtücher oder Taschen, die durch Sponsorenspenden bereitgestellt werden konnten, freuen.

Die glücklichen Gewinner*innen aus den Top 8:
Güntner Ronja (5b); Mauerer Klara (6a); Schrimpf Philip (8a); Prasch Christopher (8c); Ziegler Vinzenz (9d); Olik Laura (10a); Sippel Judith (Q12); Maurer Stefan (Q12)
[Bild: E. Schmid, Q12 im Schuljahr 2020/21]

Auch der anfänglich versprochene Urlaubsflair auf der nervenaufreibenden Reise durch Länder wie der Schweiz, der Elfenbeinküste, Kanada oder Vietnam, blieb für die Hobby-Detektiv*innen nicht aus: So erhielten die Teilnehmer*innen der imaginären Reise neben den Preisen auch exklusive Einblicke in die Kulinarik, Kultur, Natur und Varietäten der jeweilig besuchten Länder sowie neues Wissen über die „Organisation der Frankophonie“ (ein Zusammenschluss aller frankophonen (= französischsprachigen) Länder dieser Welt, deren Jubiläum des 50-jährigen Bestehens die ausschlaggebende Inspiration für die Gründung dieses P-Seminars gewesen war). Außerdem kreierte das P-Seminar nicht nur virtuell, sondern auch „reell“ im Schulhaus mittels farbenfroher Dekorationen und kreativen Plakaten eine Reiseatmosphäre am JMF, damit auch weniger reiselustige Mitglieder der Schulfamilie an der Fantasie-Reise teilhaben konnten.
Das Feedback für die Gestaltung des Schulhauses sowie für die gesamte „Reise“ fiel dabei seitens der Schüler- und Lehrerschaft sehr positiv aus, was für das P-Seminar und dessen Leiterin Frau Zitzler eine erfreuliche Bestätigung für ihre monatelange Arbeit darstellte. Letztere gestaltete sich aufgrund der Pandemie als äußerst herausfordernd, nicht zuletzt durch die zahlreichen hygienetechnischen Anpassungen im „Reiseplan“. Im Rahmen dieser Adaptionen sah sich das P-Seminar unter anderem gezwungen, die angesetzten Aktionen in ausgewählten Französischklassen sowie die geplante „Schnitzeljagd durch frankophone Länder“ im Schulhaus leider abzusagen.
Doch einen kleinen Trost gibt es für die betroffenen Schüler*innen dennoch: Aufgehoben heißt nicht gleich aufgehoben – schließlich könnte ein zukünftiges P-Seminar einen neuen Flug- bzw. Reiseversuch in den Klassen starten – unter besseren Flugbedingungen, versteht sich.

Franziska Leibl, Q12, P-Seminar Französisch


Kuchenverkauf des P-Seminars im Januar 2020