Archiv

Überblick:

Faszination MINT: Johann-Michael-Fischer-Gymnasium ist „Bayerische Forscherschule des Jahres 2020“

Kultusminister Michael Piazolo gratuliert zur Auszeichnung und würdigt herausragende schulische Arbeit im MINT-Bereich: „Schule, die Faszination für Naturwissenschaften weckt“

Bei der Bewerbung um die Auszeichnung „Forscherschule des Jahres 2020" hat das Johann-Michael-Fischer-Gymnasium eines bewiesen: Faszination und Begeisterung entstehen dann, wenn Kinder und Jugendliche sich eigenhändig mit naturwissenschaftlichen und technischen Phänomenen beschäftigen. Kultusminister Michael Piazolo lobt das Konzept der Schule: „Das Angebot an Wahlkursen und Programmen für alle Altersstufen ist beeindruckend. Hier finden Schülerinnen und Schüler eine Lernumgebung, die Faszination für Naturwissenschaften und Technik weckt. Durch diese innovative und individuelle Förderung in den Fächern Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik haben sie beste Zukunfts- und Berufschancen. Ich gratuliere der gesamten Schulfamilie zur wohlverdienten Auszeichnung.“ Das Johann-Michael-Fischer-Gymnasium darf sich nun offiziell „Bayerische Forscherschule des Jahres 2020“ nennen.

MINT-Förderung wird am Johann-Michael-Fischer-Gymnasium seit Jahren großgeschrieben

Das Gymnasium setzt bei der Förderung von Naturwissenschaften und Forschergeist auf ein reichhaltiges Angebot: Die MINT-Förderung durchzieht alle Jahrgangsstufen und reicht von Walderlebnistagen in der 5. Jahrgangsstufe und geteilten Praxis- und Profilstunden in Natur und Technik bis hin zu biologisch-chemischen Praktika und Geologie-Kursen in der Oberstufe. Mit Jugend forscht, Imkern, Robotik, einer Umwelt- oder Schulgarten AG bleibt bei den Wahlkursen nahezu kein (naturwissenschaftlicher) Wunsch unerfüllt. Die schulinterne MINT-Wissenschaftsmesse, die wiederholt erfolgreiche Teilnahme an MINT-Wettbewerben und die außerschulischen Kooperationen mit regionalen Firmen und der Universität Regensburg bestätigen das große Engagement der Schule im Bereich von Forschung, Technik und Naturwissenschaften.

[Foto: P. Lehner]

Im Auswahlverfahren erfolgreich gegen die Konkurrenz durchgesetzt

Elf bayerische Schulen waren durch die Regionalwettbewerbe von „Jugend forscht“ für den Titel „Bayerische Forscherschule des Jahres“ vorgeschlagen. Die nominierten Bildungseinrichtungen fördern alle den Forschernachwuchs in besonderer Weise durch ein vielseitiges und hochkarätiges MINT-Angebot. Ebenso haben sie über Jahre hinweg zahlreiche Wettbewerbsteilnehmer bei „Jugend forscht“ betreut sowie zu erfreulichen Erfolgen geführt. Der Jury gehören neben Vertretern der Landeswettbewerbsleitung von „Jugend forscht“ und „Schüler experimentieren“ auch der Sponsorpoolbeauftragte Bayern sowie eine Vertreterin des Bayerischen Kultusministeriums an. Der Sonderpreis des Sponsorpools Bayern der Stiftung Jugend forscht e.V. ist mit 3.000 Euro dotiert. Die Verwendung der Mittel ist zweckgebunden und soll für die Laborausstattung im naturwissenschaftlichen und technischen Bereich verwendet werden.

Unterstützung der MINT-Förderung an den Schulen: Sponsorpool Bayern Jugend forscht e.V.

Der Sponsorpool von Jugend forscht Bayern vergibt jährlich den Preis „Bayerische Forscherschule des Jahres“ an eine bayerische Schule, die besonders aktiv, langjährig und erfolgreich an „Jugend forscht“ teilnimmt. Seit 1993 unterstützt der Sponsorpool Bayern den bayerischen Landeswettbewerb „Jugend forscht“. Das Bayerische Kultusministerium, fördert den Sponsorpool mit jährlich insgesamt 20.000 Euro. Die Einrichtung ermöglicht den Schulen, ihre Sammlungen und Geräte zu erweitern, die zur Fertigstellung von Wettbewerbsarbeiten erforderlich sind.

Pressestelle des Bayerischen Ministeriums für Unterricht und Kultus [Schuljahr 2020/21]

nach oben

Die Zusammenarbeit von Krankenhaus und Gymnasium intensivieren

Schulleiter Mathias Schaller mit Kollegen zu Besuch an der Asklepios Klinik im Städtedreieck

Der Besuch dauerte mit über zwei Stunden doppelt so lange wie geplant, „denn die Ideen und Pläne für mögliche Schnittstellen und Chancen der Zusammenarbeit nahmen erfreulicherweise kein Ende“, so Andreas Neumann. Der Geschäftsführer der Asklepios Klinik im Städtedreieck hatte den neuen Schulleiter StD Matthias Schaller des Johann-Michael-Fischer-Gymnasiums eingeladen – der begleitende Gedankenaustausch mit ihm und seinen OStR Andreas Deml (Oberstufenkoordinator), OStRin Petra Lehner (Erste Hilfe/Schulsanitätsdienst) und OStR Udo Schuller (Kunst) sowie von Seiten der Klinik Pflegedienstleiter Steffen König, Klinikmanagerin Jana Humrich und Leitender Oberärztin Paula Loibl war nach einhelliger Meinung „ausgesprochen fruchtbar“.

Von der Intensivstation über die Akutgeriatrie bis zur Notaufnahme: Bevor die Gäste kundig von Leitender Oberärztin Loibl durch die einzelnen Abteilungen des Krankenhauses geführt wurden, unterstrichen im Gespräch Neumann und Schaller die Wichtigkeit eines „gelebten Netzwerkes von Bildung und Gesundheit“ in der Region. Dabei gebe es bereits eine Reihe traditioneller Kontakte zwischen Gymnasium und Klinik, diese Zusammenarbeit wolle man weiter ausbauen.

Ob die bekannte Kunstausstellung von Gymnasiasten an der Klinik, die aufgrund der Pandemie im Spätwinter virtuell stattfinden soll, oder Reanimationstraining am Gymnasium; ob Praktika und Hospitationen in den Bereichen Medizin, Pflege und kaufmännisch oder die Zusammenarbeit bzw. Klinik-Patenschaft bei P- und W-Seminaren der Oberstufe: Im angeregten Gedankenaustausch diskutierte man nicht nur mögliche Themen, sondern machte wiederholt gleich Nägel mit Köpfen: „Unser Ziel ist es, dass die meisten Schülerinnen und Schüler vor ihrem Abitur die Klinik und natürlich auch die vielfältigen Studien- und Berufsmöglichkeiten im Gesundheitsbereich kennengelernt haben“, so Schaller und Neumann unisono.

Von rechts: Matthias Schaller, Petra Lehner, Andreas Deml, Udo Schuller, Jana Humrich, Steffen König, Paula Loibl, Andreas Neumann. (Foto: Bernhard Krebs)

B. Krebs [Schuljahr 2020/21]

↑ nach oben

Zwei Schülerinnen schafften einen 1,0-Abiturschnitt

Am 13. September 2012 fanden sich die damaligen Fünftklässler zusammen mit ihren Eltern zur Begrüßungsaktion in der Aula des Johann-Michael-Fischer-Gymnasium Burglengenfeld ein. Mit Fingermalfarben verewigten die neuen Schülerinnen und Schüler ihre Hände auf einem weißen Tuch und hinterließen ihren ganz eigenen bleibenden Eindruck. Diese Spuren wurden nun bei der am 17. Juli 2020 stattfindenden Abiturientenverabschiedung wieder sichtbar gemacht, die aufgrund der Corona-Auflagen unter besonderen Bedingungen stattfinden musste.
Von den 78 Absolventen haben 15 ihr Abitur mit einem Notendurchschnitt von 1,5 oder besser bestanden. Zwei Schülerinnen sogar mit einem Schnitt von 1,0. Die Schulleiterin Dr. Beate Panzer ermutigte die Abiturientinnen und Abiturienten, die sich ihnen stellenden Herausforderungen entschlossen und kreativ anzupacken und entließ sie mit den Worten von Antoine de Saint-Exupéry: „Geh’ nicht nur die glatten Straßen, geh’ Wege, die noch niemand ging, damit du Spuren hinterlässt und nicht nur Staub!”.

Das Foto zeigt die Prämierten zusammen mit der Schulleiterin Dr. Beate Panzer. [Foto: A. Schuller]

M. Schaller [Schuljahr 2019/20]

↑ nach oben

Schulleiterwechsel am JMF-Gymnasium

Ein symbolischer Akt: Dr. Beate Panzer überreicht ihrem Nachfolger Matthias Schaller eine Glocke, mit der er als neuer Schulleiter des Johann-Michael-Fischer-Gymnasiums seine erste Lehrerkonferenz einläuten kann. [Foto: Josef Schaller]

Elf Jahre lang hat Dr. Beate Panzer das Johann-Michael-Fischer Gymnasium (JMFG) geleitet. Rund 1200 Abiturienten durfte sie in dieser Zeit, bestens auf ein Studium und auf das Leben vorbereitet, in einen neuen Lebensabschnitt entlassen. Ein solcher steht nun auch ihr bevor. In wenigen Tagen sagt sie leise „Servus“. Wegen der Corona-Beschränkungen wird ihr Abschied ohne feierliches Beiwerk und ohne Öffentlichkeit stattfinden. Matthias Schaller, der seit 2016 als stellvertretender Schulleiter am JMFG fungiert,wird ihre Nachfolge antreten.
Mitnehmen wird Dr. Beate Panzer aus ihrem elfjährigen Wirken am Burglengenfelder Gymnasium viele positive Eindrücke, wie sie im Gespräch mit der Mittelbayerischen sagte. „Ein ganz wichtiger Tag war jener, als wir die Genehmigung für den wissenschaftlichen Zweig bekommen haben“, so die Oberstudiendirektorin. Dies habe sich sehr positiv auf die Schule ausgewirkt. Die Schüler hätten durch die vielen Praktika in dieser Sparte wichtige Einblicke „in die Welt draußen“ bekommen.

Auch die große Wertschätzung, die ihr und ihrer Schule anlässlich des Jubiläums zum 50-jährigen Bestehen des Gymnasiums von vielen Seiten zuteil geworden sei, habe sie sehr beeindruckt. Die kürzliche Ernennung des JMFG zur „Bayerischen Forscherschule 2020“ bezeichnete die scheidende Schulleiterin als einen „krönenden Abschluss“.
„Ich möchte Lehrerin werden“ habe sie als kleines Kind bereits geantwortet, als sie von Erwachsenen nach ihrem Berufswunsch gefragt worden sei, wie die Oberstudiendirektorin der Mittelbayerischen verraten hat. Positive Lehrer-Vorbilder aus ihrer Grundschulzeit haben bei ihr bleibende Eindrücke hinterlassen. Die entscheidende Motivation bei ihrer Berufswahl ist jedoch der Wunsch gewesen, mit Kindern und Jugendlichen arbeiten zu wollen.
Auch als Schulleiterin sind die Schüler für sie immer das Wichtigste geblieben. Sie hat es nie bereut, sich für den Lehrerberuf entschieden zu haben. Rückblickend auf ihr Berufsleben sagt Dr. Beate Panzer: „Es ist wichtig, den Beruf zu wählen und den Weg einzuschlagen, den man wirklich gerne ausüben beziehungsweise gehen möchte. Am Ende wird man feststellen, dass man viel mehr erreichen und bewirken kann, als man zu Beginn dachte.“ Ihr sei es immer auch wichtig gewesen, den Schülern neben dem reichlichen Unterrichtsstoff auch Werte zu vermitteln: Verantwortungsbewusstsein, Toleranz, Kritikfähigkeit, Rücksichtnahme, Eigeninitiative ...
Als sie im Jahr 2009 ihren Dienst am Burglengenfelder Gymnasium antrat, wollte sie sich erstmal Zeit nehmen, um zu sehen, was an dieser Schule passiert. „Vieles entdeckt man erst auf den zweiten Blick“, so die Oberstudiendirektorin. Dann hat sie angefangen, persönliche Schwerpunkte zu setzen. Eine Schule sollte nicht nur eine Anstalt der Wissensvermittlung sein, sondern vor allemein Lebensraum.
„Schule muss ein Ort sein, wo man gerne hingeht, sich wohlfühlt, wo man Zeit verbringt über die Pflicht hinaus“, war immer ihre Devise. Nicht umsonst wurde das JMFG in den vergangenen Jahren bei externen Evaluationen mehrfach als „Wohlfühlschule“ ausgezeichnet.

Die Entscheidung, wer die Nachfolge von Dr. Beate Panzer am JMFG antreten wird, ist während der corona-bedingten Schulschließung im Frühjahr gefallen und dürfte noch nicht überall bekannt sein. Mit Matthias Schaller erhält das Johann-Michael-Fischer Gymnasium einen Schulleiter, der dort selbst zur Schule gegangen war.
Seit 2002 hat Schaller am Ortenburg-Gymnasium in Oberviechtach unterrichtet und war dort 2009 zum stellvertretenden Schulleiter aufgestiegen, bevor er 2016 an das JMFG wechselte. Die Versetzung nach Burglengenfeld kam auf eigenen Wunsch hin zustande, wie er der Mittelbayerischen verraten hat. „Ich wollte unbedingt an einer anderen Schule noch etwas dazulernen“, war seine Motivation zum Wechsel in seine Heimatstadt. Dort habe er eine Schule vorgefunden, die sehr gut organisiert sei. Dabei sei er Teil einer intakten Schulfamilie geworden, wie er sagte. Das JMFG habe er auch selbst als Wohlfühlschule wahrgenommen. Seine Philosophie: Gutes bewahren und stärken, Neues wagen. Sein Wunsch: Wertschätzung in allen Bereichen – zwischen den Schülern, im Kollegium sowie zwischen Lehrern und Schülern. „Wertschätzung muss die Triebfeder für jedes Handeln sein.“

J. Schaller (https://www.mittelbayerische.de/)

↑ nach oben