Veranstaltungen

Überblick:

Stark und achtsam durch den Tag

Im Zuge der „Woche der Gesundheit und Nachhaltigkeit“ unter dem diesjährigen Motto „Achtsamkeit“ haben alle Schülerinnen und Schüler der fünften Jahrgangsstufe und die ukrainischen Kinder der Brückenklasse am Johann-Michael-Fischer-Gymnasium an einem aktiven Kurs zum Thema „Achtsamkeit“ teilgenommen. Das bayerische Staatsministerium hatte zuvor zu der Durchführung von Schulprojekten aufgerufen, die Achtsamkeitsübungen, Meditation und Fokussierung gegen Schulstress oder Prüfungsangst umfassen und das bewusste Genießen, gesunde Ernährung und den achtsamen Umgang mit dem eigenen Körper fördern (vgl. https://www.km.bayern.de/).

StRin Anja Enzersberger-Wendling und StRin Christine Launspach haben dazu ein dreiteiliges Konzept entwickelt. Nach einer kurzen Ansprache an die Schülerinnen und Schüler, dass sie an ihrer Schule gesehen und ihre Bedürfnisse wahrgenommen werden, begann der Kurs mit einer von Frau Launspach durchgeführten Vinyasa-Yoga-Einheit zur besseren Körperwahrnehmung sowie zur ganzheitlichen Dehnung und Kräftigung. Im Anschluss daran leitete Frau Enzersberger eine aktive Trommelmeditation an, bei der die Schüler*innen ihren inneren Druck und Stress intensiv aus sich rausgeschüttelt und -gerufen haben. Der dritte Teil umfasste Atemübungen und eine Traumreise, die ebenfalls von Frau Enzersberger angeleitet wurde. Mit den ukrainischen Kindern wurde außerdem eine progressive Muskelentspannung durchgeführt.

Die Kinder und Jugendlichen zeigten bei den Yoga- und Meditationsübungen sehr viel Enthusiasmus und große Freude. Sie genossen es, sich auf ihre eigenen Wahrnehmungen zu konzentrieren, ihren Körper zu spüren und sich in eine tiefe Entspannung fallenzulassen. Bei den anschließenden Feedback-Gesprächen mit den Kindern, Eltern und den Klassenlehrkräften wurde deutlich, wie positiv sich das Training auf den Gemütszustand der Teilnehmenden ausgewirkt hat. Viele berichteten von reduziertem Stress bei Leistungsnachweisen, von konzentrierterem Arbeiten in den Folgestunden sowie über offene Gespräche über ihr inneres Befinden mit vertrauten Personen. Abschließend äußerten die Kinder den Wunsch, die Achtsamkeitsübungen regelmäßig durchzuführen.

C. Launspach, A. Enzersberger-Wendling [Schuljahr 2022/23]

Das Johann-Michael-Fischer-Gymnasium Burglengenfeld bringt einen Baum zum Sprechen

Wie können Schülerinnen und Schüler einer Kiefer auf dem Pausenhof eine Stimme geben?

Das Johann-Michael-Fischer-Gymnasium Burglengenfeld ist Partnerschule des Netzwerks BayTreeNet und damit Bestandteil eines außergewöhnlichen Forschungs-Projekts, das insgesamt zehn über den Freistaat verteilte Bäume - die „Talking Trees“ - umfasst, die meteorologische Daten in Echtzeit auf eine Homepage senden. Dabei werden die regionalen Folgen des Klimawandels und auf das Wachstum und den physiologischen Zustand von Baumarten für unterschiedliche Gebiete Bayerns erfasst. Somit ist das Gymnasium Teil eines Monitoring-Netzwerks, das es erlaubt, die Reaktion von Bäumen z.B. auf veränderte Großwetterlagen zu analysieren und potenzielle Gefahren für die Vitalität betroffener Waldgebiete festzustellen.

Ab dem Frühjahr verleihen die Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums Burglengenfeld dann ihrem „Talking Tree“ auf dem Pausenhof eine Stimme, indem sie täglich in seinem Namen Sprachbotschaften auf Twitter, sog. tweets, verfassen.

Im einem Workshop mit dem Titel „Regionale Folgen des Klimawandels – Schülerinnen und Schüler bringen Bäume zum Sprechen“ unter Leitung von Herrn Thieroff von der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg lernten die Schülerinnen und Schüler des P-Seminars „Wissenschaftsmesse“ nun nicht nur die Grundlagen der Physiologie der Bäume kennen, sondern sie übten sich auch im Auswerten der übertragenen Messdaten und versuchten sich in ihren ersten tweets: Von freundlichen Grüßen aus Burglengenfeld an die Welt über originelle Sprüche im Oberpfälzer Dialekt bis hin zu coolen Reimen - die Schülerinnen und Schüler ließen ihrer Kreativität freien Lauf.

 

Unser Talking Tree (Foto: J. Freier)

Die Schüler/innen mit dem Talking Tree (Foto: J. Freier)

M. Schaller [Schuljahr 2019/20]

30 Aussteller warben um die jungen Leute auf der 2. Burglengenfelder Bildungsmesse

Wie geht es weiter nach dem Abitur?

Der Werbespruch auf dem Banner der Bundespolizei drückt den Messegedanken der 2. Burglengenfelder Bildungsmesse des Johann-Michael-Fischer-Gymnasiums wohl am besten aus: „Heute suchen wir zur Abwechslung mal die Guten“, gab es da zu lesen. Und um die „Guten“ warben heuer gleich 30 Aussteller. Damit war die Kapazität der Aula 2 des Gymnasiums komplett erschöpft. Weiterlesen auf: https://www.mittelbayerische.de/.

 

Schülerinnen und Schüler der Oberstufe des Johann-Michael-Fischer-Gymnasiums besichtigten Eurofighter (TaktLwG 74) in Neuburg an der Donau

Interessierte Schülerinnen und Schüler der Oberstufe des Johann-Michael-Fischer-Gymnasiums Burglengenfeld wollten sich aus erster Hand über die Berufsmöglichkeiten bei der Luftwaffe der Bundeswehr informieren. In Absprache mit Herrn Amtmann Miedl (Karrierecenter der BW in Weiden) und den Oberstufenkoordinatoren Blaha und Deml wurde eine Fahrt nach Neuburg an der Donau zum taktischen Luftwaffengeschwader 74 (TaktLwG 74) ermöglicht. Neben der eindrucksvollen Besichtigung des Eurofighters konnten sich einige Schüler am Flugsimulator unter Beweis stellen.

M. Schaller [Schuljahr 2019/20]

Vortrag „Zugvögel im Klimawandel“

Prof. Dr. Franz Bairlein gilt als der berühmteste deutsche Vogelforscher. Vor über 70 interessierten Zuhören in der Aula veranschaulichte er in einem wissenschaftlich fundierten Vortrag, inwiefern der derzeit allgegenwärtige Klimawandel deutliche „Fingerabdrücke“ auch in der heimischen Vogelwelt hinterlässt. Im Zusammenhang mit seinen Forschungsschwerpunkten erläuterte Prof. Dr. Franz Bairlein unter anderem das veränderte Zugverhalten heimischer Vögel und wie sich Zugstrecken, Aufenthaltszeiträume, die Brutbiologie und damit direkt die Überlebenschancen von Zugvögeln durch den Klimawandel verändern. Sie kehren z.B. im Frühjahr früher aus ihren Winterquartieren zurück oder ihre Abzugszeiten im Herbst verändern sich. In Kombination mit einer erhöhten Durchschnittstemperatur in vielen Ländern, einem dadurch veränderten Nahrungsangebot und gleichzeitig immer weniger Regen unter anderem im Mittelmeergebiet ergeben sich dramatische Folgen für Zugvögel. sich die Natur und auch die Tierwelt in Zeiten des Klimawandels drastisch verändern. Zum Schluss diskutierte Prof. Bairlein die Anpassungsfähigkeit der Vogelarten. Diese sei jedoch nur gegeben, wenn viele Individuen der jeweiligen Art sowie unterschiedliche Lebensräume vorhanden sind. Daher müsse Lebensraumschutz die oberste Maxime des Handelns sein.

Prof. Baierlein beim Vortrag Frau Dr. Panzer dankt Prof. Baierlein

M. Schaller [Schuljahr 2019/20]

Jugendliche in den sozialen Medien

Kinder und Jugendliche bewegen sich scheinbar problemlos und selbstverständlich in der digitalen Welt, soziale Netzwerke sind zentrale Elemente ihres täglichen Lebens. Sie sind sich aber der immensen Gefahren, die darin lauern, oft nicht bewusst. Warum es problematisch sein kann, allzu leichtfertig persönliche Daten preiszugeben und Fotos online zu stellen und wie man sich relativ sicher im Netz bewegen kann, zeigte Bruno Lux in seinem Vortrag am 1. Oktober vor Schüler der 5. bis 8. Jahrgangsstufe. Der ehemalige Leiter der Schulberatungsstelle in Niederbayern referierte am Abend auch vor den Eltern. Er betonte, dass das Web 2.0, das Mitmachnetz, viel Positives biete: Unterhaltung, Möglichkeiten zur Selbstdarstellung, Informationen und Vernetzung mit anderen.

 

Doch dieser „grüne Bereich“, wie Lux ihn bezeichnete, werde verlassen, „sobald jemand das Urheberrecht oder das Persönlichkeitsrecht anderer verletzt und sich dadurch strafbar macht“. Bruno Lux informierte dabei nicht nur über aktuell beliebte Apps, Spiele und Programme, sondern illustrierte mithilfe zahlreicher Beispiele, welche straf- und zivilrechtlichen Folgen mögliche Rechtsverletzungen haben. Lux sieht es als unabdingbar an, dass Kinder und Jugendliche in ihrer Medienkompetenz gefördert und so befähigt werden, sich gewinnbringend, souverän und rechtskonform im Internet zu bewegen. Dies gelinge nur, wenn man mit den jungen Leuten immer wieder offen über die digitale Welt spricht, gemeinsam mit ihnen ethische Verhaltensregeln für das Netz aufstellt und deutlich auch die dunklen Seiten thematisiert, beispielsweise das Cyber-Mobbing. Die schnelle Verbreitung von Bildern, Beleidigungen und Drohungen über soziale Netzwerke verleiht dieser Art von Gewalt nämlich eine ungeheure Wucht. Am Ende seiner Vorträge unterstrich der Medienexperte, dass die beste Prävention das vertrauensvolle Verhältnis zwischen den Kindern und Jugendlichen und ihren erwachsenen Bezugspersonen sei.

Eine pdf-Version zu den Vorträgen finden Sie hier: Schüler-Vortrag bzw. Eltern-Vortrag

M. Schaller [Schuljahr 2019/20]