Bundeswettbewerb Fremdsprachen

Überblick:

Spitzenplätze beim Bundeswettbewerb Fremdsprachen 2019/2020

Auch in diesem Schuljahr haben Schülerinnen und Schüler des Johann-Michael-Fischer-Gymnasiums überaus erfolgreich am Bundeswettbewerb Fremdsprachen teilgenommen. Dieses Schuljahr hießen die Vorbereitungsthemen in Englisch „Südafrika“ und in Französisch „Freizeitsparks“.Besonders erfreulich sind gleich drei Landespreise im Fach Englisch. Diese Spitzenplätze, die jeweils mit einem Geldpreis belohnt wurden, erreichten Luzie Duschinger aus der Klasse 10a (1. Landespreis) und Katja Birzer sowie Marie Wischnewski aus der Klasse 10d (2. Landespreis). Weitere erfolgreiche Teilnehmerinnen in Englisch waren Amelie Granich und Paula Leupold (jeweils 10d) und in Französisch Anna Hölzl und Melanie Grabau (beide ebenfalls 10d).

Die prämierten Schülerinnen zusammen mit der Schulleiterin Dr. Beate Panzer sowie den Fachschaftsleitungen.
[Foto: B. Paul & S. Eiglsperger]

Anerkennungspreis des Kultusministeriums für die Fachschaften Englisch und Französisch

Eine ganz besondere Auszeichnung wurde im Schuljahr 2019/2020 den Fachschaften Englisch und Französisch des Johann-Michael-Fischer-Gymnasiums zuteil. In den letzten Schuljahren hat eine beachtliche Anzahl an Schülerinnen und Schülern der Schule am Bundeswettbewerb Fremdsprachen teilgenommen und wurden sogar mit Landespreisen ausgezeichnet. Angesichts des kontinuierlichen Engagements und der großen Erfolge erkannte die Landesjury des Bundeswettbewerbs Fremdsprachen den Fachschaften Englisch und Französisch unserer Schule den diesjährigen Anerkennungspreis des Bayerischen Staatsministerium für Unterricht und Kultus für besonders engagierte Fachschaften und Lehrkräfte in der Wettbewerbssparte SOLO zu. Die Fachschaftsleitungen Sandra Binder (Englisch) und Maria Grobbel (Französisch) nahmen die Urkunde und einen Geldpreis, der für die Anschaffung von Unterrichtsmaterialien verwendet wird, erfreut entgegen.

S. Binder [Schuljahr 2019/20]

Bundes- und Landeswettbewerb Latein

Seit vielen Jahren nimmt eine beachtliche Schar von Lateinschülern am Bundeswettbewerb Fremdsprachen teil – diesmal insgesamt stattliche 22. Darunter waren fünf „Einzelkämpfer“ und drei Teams.

Bundeswettbewerb Latein SOLO

Die Schülerinnen Hannah Bauer (10d), Lea Dirnfeldner (8c), Viktoria Köppl (8b), Eva Schmucker und Fiona Schmucker (beide 8d) stellten in diesem Jahr ihre Fähigkeiten im Einzelwettbewerb unter Beweis.

Viktoria Köppl (8b), Hannah Bauer (10d, beide linkes Bild), Eva und Fiona Schmucker (beide 8d, mittleres Bild) sowie Lea Dirnfeldner (8c, rechtes Bild) durften sich über die Auszeichnung für ihre Teilnahme am Einzelwettbewerb freuen.

Auch diesmal zeigte sich, welch großes Spektrum aktueller gesellschaftlicher Themen in Texten aus der Antike aufzufinden ist. So ging es unter anderem um die Gleichberechtigung der Geschlechter. Der Übersetzungstext des antiken Autors Columella bot hierbei viel Reibungsfläche. Der Römer propagiert nämlich eine strikt klassische Rollenverteilung – Frauen gehören ins Haus, Männer „hinaus ins feindliche Leben“. Doch die Aufgaben drehten sich nicht nur um Geschlechterrollen, sondern auch um das Landleben, antike Landwirtschaft, lateinische Comics und die Erschließung spanischer Texte.

Teamwettbewerb Latein

Auch in diesem Jahr wurden wieder drei Videobeiträge eingereicht – eine schöne Leistung von 17 eifrigen Lateinschülern! Wir freuen uns über eure Teilnahme, die zeigt, dass Latein sehr lebendig sein kann!

Team 8a/d: Lectio Latina cum Caesare

Julian Wöhrl, Vinzenz Ziegler, Yannick Weickl (linkes Bild) sowie Johannes Kilger, Jonas Michl, Bastian Koeberle und Yannik Heubach (rechtes Bild) waren an der Erstellung des Beitrags Lectio Latina cum Caesare beteiligt.

Es herrscht schulischer Alltag, eine ganz normale Lateinstunde – und plötzlich steht Caesar in der Tür. Klar, dass die Schüler aus dem Häuschen sind – und dieser Caesar ist nicht nur Feldherr, er macht auch Witze und bringt die ganze Klasse dazu, Latein zu lieben. Mit dieser Idee konnten die Schauspieler Yannik Heubach (8d), Johannes Kilger (8d, als Caesar), Bastian Koeberle (8d), Jonas Michl (8a), Yannick Weickl (8d) und Kameramann Vinzenz Ziegler (8d) nicht nur ihre Mitschüler, sondern auch die Jury unterhalten. Die bedankte sich prompt für den „witzigen Beitrag“. Betreut wurde das Team von Dr. Bernhard Paul.

Team 8b: Quis interfector est?

Viktoria Köppl, Jonas Hüttner, Tristan Tabken, Maximilian Conrad und Aaron Knoll (linkes Bild) sowie Moritz Rickl (rechtes Bild) vom Team 8b.

Eine eingespielte Gruppe aus Maximilian Conrad, Jonas Hüttner, Aaron Knoll, Viktoria Köppl, Moritz Rickl und Tristan Tabken (alle 8b) gingen auf die Suche nach einem Mörder. Dieser stellt sich schließlich als der Leibwächter des Opfers heraus und kommt wie in jedem Kriminalfilm natürlich am Ende nicht ungestraft davon. Der Film wurde betreut von Patricia Eichinger. Die Jury lobte die Idee und deren „ambitionierte Umsetzung“.

Team 9d: Dementia

Carina und Celina Sandner mit Finley Winterstein spielten im Beitrag Dementia.

Einem ganz anderen, ernsten und doch zunehmend relevanten Thema widmeten sich Carina und Celina Sandner (beide 9d) sowie Finley Winterstein (10a): Sie inszenierten die Krankheitsgeschichte von Marcella (Celina Sandner), die an Demenz erkrankt ist. Ihre Tochter Cara (Carina Sandner), die sich liebevoll um sie kümmert, muss letztlich hilflos den zunehmenden geistigen Verfall ihrer Mutter mit ansehen, den auch der Einsatz des Dr. Hubertus (Finley Winterstein) nicht abwenden kann. Die Kamera führte Gabriel Engelhardt (9c). Die Jury zeigte sich beeindruckt von der „schönen sprachlichen Leistung mit hohem Lateinanteil“ und der sehr gelungenen schriftlichen Dokumentation. Betreut wurden die Schülerinnen und Schüler von Dr. Bernhard Paul.

Dr. B. Paul [Schuljahr 2019/20]

Teilnahme am Sprachenturnier in Papenburg: ein Erfahrungsbericht von Paul Eißele

Gleich in der zweiten Schulwoche durfte ich am Sprachenturnier in Papenburg teilnehmen. Die Finalrunde des Bundeswettbewerbs Fremdsprachen setzt sich aus den jeweiligen Gewinnern der Landeswettbewerbe zusammen und besteht aus verschiedenen mündlichen und schriftlichen Prüfungen, aber auch abwechslungsreichen Exkursionen.

Jeder Teilnehmer hatte sich eine Erst- und eine Zweitfremdsprache aus ungefähr acht verschiedenen Fremdsprachen ausgewählt. Dadurch entstand ein bunter Mix aus verschiedenen Sprachen, was die Zusammenarbeit mit allen Teilnehmern sehr abwechslungsreich und spannend gestaltete.

Bereits am ersten Tag erwartete uns eine der schwierigsten Wettbewerbsaufgaben. Wir wurden mit einer völlig neuen Sprache konfrontiert, die kaum Ähnlichkeit mit den europäischen Sprachen aufweist: Fārsī (Persisch! Anhand der erlernten Grundlagen sowie der Kenntnis einiger Vokabeln mussten wir am zweiten Tag einen Test in Fārsī bestehen, wobei die meisten Teilnehmer (ich eingeschlossen) wohl kaum etwas von dem persischen Gedicht, zu dem Fragen gestellt wurden, verstanden hatten.

Einen besonderen Einblick in den Bau von Ozeanriesen und in die neuesten Technologien dazu gewährte uns eine Exkursion zur großen Meyer Werft in Papenburg, einer der größten und modernsten Werften der Welt. Als Wettbewerbsaufgabe diskutierten wir im Anschluss daran in einer von uns gewählten Sprache über die positiven und negativen Aspekte von Kreuzfahrtschiffen. Eine weitere Aufgabe an diesem Tag war ein Literaturgespräch über eine bereits vorbereitete Lektüre in der jeweils zweiten Fremdsprache.

Meine Lieblingsaufgabe war jedoch eindeutig die letzte: Über den Verlauf des gesamten Wettbewerbs hatten wir in bereits zu Beginn eingeteilten Gruppen Theaterstücke geplant, umgesetzt und einstudiert, welche am letzten Tag des Wettbewerbs vor allen Teilnehmern aufgeführt wurden. Das Besondere an dieser Aufgabe war die großartige Teamdynamik, die sich in der kurzen Zeit entwickelte und riesig Spaß machte. Da das Programm des Sprachenturniers sehr vollgepackt ist und nicht viel Freizeit lässt, waren die "freien Zeiten", die wir ausschließlich darauf verwendeten teils bis spät in die Nacht an unserem Theaterstück zu arbeiten, mit die besten Zeiten! Die Gruppen waren noch dazu so aufgeteilt, dass in jeder Gruppe mindestens fünf verschiedene Fremdsprachen aufeinandertrafen, was die Arbeit einerseits erschwerte, aber andererseits auch viel interessanter machte.

Auch wenn das Sprachenturnier im eigentlichen Sinne ein Wettbewerb ist, war die Atmosphäre immer sehr freundschaftlich und alle Teilnehmer hatten viel Spaß zusammen. Gerade durch die Gruppen- und Partneraufgaben habe ich viele neue Freunde gefunden. Beim Sprachenturnier geht es meiner Meinung nach nicht wirklich ums Gewinnen, sondern um die großartige Erfahrung! Ich kann nur jedem empfehlen, der die Möglichkeit dazu erhält, auch daran teilzunehmen.

Paul Eißele [Schuljahr 2019/20]