Biologie

Fachschaftsleitung: OStRin M. Brandl

Naturwissenschaften prägen unsere Gesellschaft und bilden heute einen wesentlichen Teil unserer kulturellen Identität. Der Beitrag der Biologie zur Welterschließung liegt in der Auseinandersetzung mit dem Lebendigen. Biologische Erkenntnisse haben für die Medizin und in den Bereichen Ernährung, Gentechnik, Biotechnologie und Umwelt hohe gesellschaftliche Relevanz und gewinnen in der technischen Anwendung zunehmend wirtschaftliche Bedeutung. Das Fach Biologie fördert durch die Auseinandersetzung mit diesen Themen sowie den Arbeitsmethoden und Denkweisen der Fachwissenschaft die Kompetenzen, die Schüler für eine naturwissenschaftlich-technische Berufsorientierung, aber auch für die aktive Teilhabe an der öffentlichen Diskussion benötigen. Die Erkenntnisse der Humanbiologie oder die Sichtweise der Evolutionstheorie beeinflussen überdies in hohem Maß unser Selbstverständnis und unser Weltbild.

Die von der Natur ausgehende Faszination und das Wissen, dass der Mensch seine Umwelt tiefgreifend beeinflusst, zugleich aber Teil derselben ist, führen die Schüler zur Achtung vor dem Lebendigen und zur Verantwortlichkeit des Menschen für sein Handeln.

Am Gymnasium wird das Fach Biologie fast durchgängig von der 5. Jahrgangstufe bis zum Abitur unterrichtet:

In den Jahrgangsstufen 5 und 6 bildet Biologie einen Schwerpunkt im Fach Natur und Technik. Der Schwerpunkt Biologie wird hier zweistündig unterrichtet und jeweils durch einen zweiten Schwerpunkt ergänzt, der einstündig unterrichtet wird. Dabei handelt es sich um Naturwissenschaftliches Arbeiten (Jgst. 5) bzw. Informatik (Jgst. 6). Im Jahreszeugnis werden die Schwerpunkte jeweils zu einer Gesamtnote für Natur und Technik verrechnet.

In der Mittelstufe wird Biologie als eigenständiges Fach zweistündig von der 8. bis zur 10. Jahrgangstufe unterrichtet.

In der Oberstufe (G8: 11. und 12. Jahrgangsstufe, G9: 12. und 13. Jahrgangstufe) wird Biologie dreistündig unterrichtet. Hier wird der reguläre Biologieunterricht ergänzt durch regelmäßig angebotene P- und W-Seminare mit biologischen Themen.

Lehrplan

G9 - LehrplanPLUS:

G8 - Lehrplan:

Grundlegende Kompetenzen – Fachwissen (Grundwissen)

Hier finden Sie/findest du eine Grundwissensübersicht zum Download für die einzelnen Jahrgangsstufen:

Projekte

Waldtag in Klasse 5

Am Ende der 5. Klasse sind unsere neuen SchülerInnen in der neuen Schule angekommen und sie ist ein Stück „Heimat“ für sie geworden, in der sie sich gut zurechtfinden. Nun ist der Zeitpunkt gekommen, zu dem wir diesen Heimatbegriff auf die grüne Umgebung der Schule ausdehnen wollen. Da das Johann Michael Fischer Gymnasium umgeben ist von Wiesen und Wald, nutzen wir die uns zur Verfügung stehenden Möglichkeiten, damit unsere SchülerInnen später als junge Erwachsene sich auch ihrer belebten Umwelt bewusst sind – viele andere Schulen haben bei weitem nicht solche Möglichkeiten dafür wie wir!

Wir führen das Projekt „Walderlebnistag“ seit 2015 durch. Entstanden ist es aus einer zweijährigen Kooperation mit dem Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (StMELF). In dieser Zeit führte eine mit Öffentlichkeitsarbeit betraute Försterin mit unseren Schüler*nnen und je einer Lehrkraft den Walderlebnistag durch. Nachdem die Kooperation ausgelaufen ist, hat eine Kollegin des JMF federführend die Durchführung des Projektes übernommen.

In der unmittelbaren Umgebung der Schule befinden sich mehrere mit Wald bewachsene Flächen, die für diesen Tag genutzt werden können. Die Kinder verbringen drei Schulstunden im Wald. Es werden die Funktionen besprochen, die der Wald für den Mensch und die Umwelt hat, einige Blätter von Bäumen und Sträuchern des Waldes werden benannt und müssen im anschließenden Wettspiel von den Kindern am Baum wiedererkannt und eingesammelt werden. Die Laubstreu wird untersucht und gefundene Kleintiere mit vorher gebastelten Insektensaugern vorübergehend gefangen und mit Becherlupen und einfachen Bestimmungsschlüsseln grob bestimmt. In einem „Was bin ich“ Spiel muss jedes Kind ein Säugetier des Waldes erraten, dessen Bild ihm an den Rücken geheftet wurde. Anschließend bekommen die Kinder Informationen zu den im Spiel vorkommenden Tieren. Ein weiteres Spiel zur Nachhaltigkeit verdeutlicht den Kindern, dass die Nutzung des Waldes als Holzlieferant nur dann lohnend ist, wenn man nicht mehr Bäume entnimmt, als nachwachsen. Bei der abschließenden Ruheübung sucht sich jedes Kind einen Platz an einem Baum in ausreichender Entfernung zu anderen und versucht, fünf Geräusche zu identifizieren. Die Kinder erleben so, dass der Wald ein Ort der Ruhe und Erholung zu sein vermag. Viel zu kurz ist die Zeit eigentlich, man könnte noch so viel mehr machen, für den Kopf und für das Herz!

Auf diese Weise wird der Wald in seinen vielfältigen Funktionen erfahrbar und vertrauter, womit wir dem Ziel dienen, umweltbewusste junge Menschen in die Welt zu entlassen, getreu dem Motto „Man schützt nur, was man kennt“ – und was man mag!

OStRin K. v. Eisenhart Rothe und die Fachschaft Biologie


Talking Tree

Eine Kiefer auf dem Schulhof kommuniziert ihre physiologischen und klimarelevanten Daten auf Twitter. Weitere Informationen finden Sie auf der entsprechenden Projektseite.